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Neue gTLDs - der virtuelle Weg in die Zukunft

Die Implementierung neuer gTLDs ist seit Ende 2013 in vollem Gange. Nachdem die Bewerbungen um neue Domainendungen (TLDs) bei der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) seit dem Frühjahr 2013 abgeschlossen waren, wurde das Verfahren weiter vorangetrieben. Inzwischen haben auch einige der Bewerber schon wieder den Rückzug aus dem Bewerbungsprozess angetreten. Von 1.930 ursprünglichen nTLDs warem im Herbst 2013 etwas mehr als 1.700 noch im Prozess. Nachdem schon etliche neue gTLDs live gegangen sind zeigt sich, dass zum einen der Ansturm der Markeninhaber auf das Trademark Clearing House (TMCH) genannte Schutzsystem nicht so sehr groß war. Außerdem sind die Registrierungsquoten in den einzelnen neuen TLDs zum einen sehr unterschiedlich und insgesamt bei weitem nicht so hoch wie erhofft. Zum Teil werden kostenfrei Domains verschenkt, um im Ranking der neuen gTLDs auf akzeptable Größen zu kommen, die widerum die Nachfrage anfachen sollen.

Eine Fülle an neuen Domainendungen
Wenn alle Hürden für den Start einer neuen TLD überwunden sind, steht einer Fülle an neuen Domains der Weg ins Internet offen. Nicht jede neue TLD ist relevant für die bestehenden Domain- und Markenbesitzer. Der Überblick fällt aber nicht ganz leicht. Generell lassen sich neue TLDs grob folgendermaßen gliedern:

  • Neue Top-Level-Domains für Städte und Regionen    z. B. .BAYERN, .BERLIN
    Zur Stärkung der regionalen Wirtschaftsstandorte, ideal für lokale Firmen, Verbände und kulturelle Einrichtungen
  • Neue Top-Level-Domains für allgemeine Interessengruppen   z. B. .GREEN, .GAY
    Für den Ausbau kommunikativer Netzwerke und als passender Internet-Raum für unterschiedlichste Interessengemeinschaften
  • Neue Top-Level-Domains für Marken und Firmen    z. B. .FIRMENNAME
    Zum Ausbau des globalen Markenschutzes und für eine verbesserte Markenpositionierung einzelner Firmen im Netz
  • Neue Top-Level-Domains für einzelne Branchen    z. B. .MUSIC, .FILM, . SHOP
    Zur strategischen Erweiterung schon bestehender Geschäftsfelder
     
  • Internationalized Domain Names (IDN) TLDs
    Es handelt sich hierbei um Zeichenfolgen, die Sonderzeichen einzelner Sprachen beinhalten, wie z.B. deutsche Umlaute oder Endungen in chinesischer oder kyrillischer Schrift. TLDs aller vorgenannten Gruppen können in Zukunft also auch z. B. in Chinesisch Kyrillisch oder Arabisch vorkommen. Zusätzlich werden schon bestehende TLDs wie z. B. .com auch in ihrer chinesischen Variante vorhanden sein.

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